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Bei mir findest Du die Begriffe oft synonym. Warum, erfährst Du hier. Ebenso aber auch, warum es diese beiden Begriffe gibt – denn natürlich gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen Personal Branding und Personal Brand Design!

In aller Kürze: Personal Branding oder Personal Brand Design?

Grundsätzlich ist eine Personal Brand eine Personenmarke, also wenn sich ein Mensch vermarktet: Als Influencer oder Künstler zum Beispiel. Mittlerweile ist das nicht nur für Prominente empfehlenswert, sondern auch für Angestellte!

Ein Personal Branding beschreibt das komplette Paket bzw. den Prozess, sich als Marke aufzustellen.

Das Personal Brand Design ist also nur ein Bestandteil vom Personal Branding – könnte man meinen.

Dabei wird jedoch außer Acht gelassen, dass ein guter Designer (Kommunikationsdesigner) immer auch strategisch vorgeht. Er kann gar nicht anders! Von ihm bekommst Du also – je nach Können und Erfahrung – automatisch zum Personal Brand Design auch das Personal Branding.

Deswegen verwende ich persönlich die beiden Begriffe oft synonym: Denn Design und Funktion kann ich einfach unmöglich trennen …

Personal Branding

Beim Personal Branding handelt es sich um den kompletten Prozess bzw. das komplette Paket, eine Personal Brand aufzubauen.

Vorsichthalber sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, was überhaupt eine Personal Brand ist:

Personal Brand, die: Personenmarke. Wenn sich Menschen als Marken positionieren, etwa als Influencer oder Content Creator; aber auch natürlich Künstler und Prominente; wird neuerdings aber auch Angestellten empfohlen, um sich deutlich auf dem Markt abzuheben. 

Ein Personal Branding umfasst viele Aspekte, wie etwa:

  • Wie tritt die Person auf? ⇝ Klamotten, Haare, Styling …
  • Wie drückt sich die Person verbal aus? ⇝ gestochen, Fachsprache, flapsig, lässig, lustig …
    (gesprochen, geschrieben)
  • Welcher Humor passt am besten? ⇝ sympathisch, ironisch …
  • Welche Marketing-Strategien passen am besten?
  • Welches Design passt am besten? ⇝ locker, High Class, sportlich, artsy, romantisch …

Das Design ist also »nur« ein Bestandteil vom Komplettpaket.

Personal Brand Design

Zu einem Personal Brand Design gehören, je nach Mensch, visuelle Elemente wie:

  • Farben (auch gerne »Farbwelt« genannt)
  • Schriften
  • Logo ⇝ eine Wortmarke sollte reichen (Schriftzug aus den gewählten Schriften)
  • Bildsprache ⇝ Welche Motive? Welcher Bildstil? Welche Farbigkeit?
    (Natürlich alles passend zur Farbwelt!)
  • Illustrationen, ggf. Maskottchen (Character Design) ⇝ Ja/Nein, welcher Bildstil?
  • Weitere grafische Elemente ⇝ Texturen, z. B. für Hintergründe; wie sehen Infoboxen oder andere häufig gebrauchte Elemente aus
  • Emojis ⇝ Welche passen zur Marke, dass man überwiegend nur die verwendet?

Das Logo habe ich bewusst weggelassen, weil Personal Brands für mein Dafürhalten kein Logo brauchen – vor allem keine klassische Wortbildmarke. Es reicht eine reine Wortmarke, die sich aus der gewählten Schrift ableitet. Diese kann von einem Profi gerne noch modifiziert werden.

Der Kampf zwischen Marketern und Designern

Aus meiner Agenturerfahrung und auch jetzt als Selbständige kenne ich das dezente Kräftemessen zwischen der Marketing- und Design-Abteilung: Jeder will es für den Kunden am besten machen und meint dabei, es oft besser zu wissen.

Die Marketing-Leute wähnen sich dann oft in der höheren Position, denn wie wir oben gesehen haben, ist das Design nur ein Teil von der kompletten Strategie.

Wenn man also so sagen will:

Personal Branding > Personal Brand Design

Bei dieser Rechnung vergisst man jedoch, dass ein Designer im besten Fall ein Kommunikationsdesigner ist.

Die Aufgabe von Kommunikationsdesignern

Für einen Kommunikationsdesigner bedeutet Design nicht, »einfach mal was schnell schön zu machen«. Im Gegenteil: Er geht dabei hochgradig strategisch vor. Basis von allem ist immer die Information, die entsprechend aufgearbeitet wird, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Im Falle von Personal Branding bzw. Personal Brand Design bedeutet das:

  • Analyse:
    A) Kunde ⇝ Wer genau ist der Mensch hinter der Personal Brand? Was bietet er genau an? In welcher Branche sind wir überhaupt unterwegs? (Ein Heilpraktiker sieht nunmal anders aus als ein Versicherungsvertreter.)
    B) Zielgruppe ⇝ Wen will der Kunde ansprechen? Wo und wie leben diese Menschen; welche Bedürfnisse haben sie? Mit welcher Sprache (visuell wie verbal) sprechen wir sie am besten an?
    C) Markt ⇝ Was machen Mitbewerber, wie sehen die aus?
  • Konzeption:
    Aus den gesammelten Informationen ergibt sich nun das Konzept, der strategische Fahrplan fürs Design.
  • Gestaltung:
    Erst in letzter Instanz geht ein Kommunikationsdesigner an seine von außen betrachtet »eigentliche Arbeit« und setzt die bisherigen Erkenntnisse zielgerichtet in das passende Design um.

Warum der Aufwand? Weil bei Design nunmal immer die Prämisse herrscht: Form Follows Function!

Ein Möbeldesigner baut ja auch keinen Stuhl, ohne sich vorher einen Konstruktionsplan gezeichnet zu haben. Ein Schmuckdesigner schmilzt kein Gold ein, ohne vorher zu wissen, was er jetzt damit genau machen wird. Ein Auto wird nicht gebaut, ohne sich vorher Gedanken gemacht zu haben, auf welche Weise der Motor funktionieren soll. Wieso sollte es im Kommunikationsdesign da anders sein?

Ein fähiger Kommunikationsdesigner berät Dich immer auch strategisch!

Gerade wenn Du neu startest, wirst Du Dir vermutlich nicht gleich ein komplettes Team leisten können, das Dich in Sachen Personal Branding betreuen kann.

Ein fähiger Kommunikationsdesigner wird Dich auf jeden Fall immer auch strategisch begleiten und beraten. Du bekommst also zwei Leute in einem. Umgekehrt ist das in der Regel nicht so einfach der Fall. Auch wenn ein Marketing-Fachmann natürlich einen super Geschmack und Gefühl für Design haben kann, wird er Dir nicht so einfach eine perfekte Farbwelt zaubern, die richtigen Schriften raussuchen. Oder spätestens, wenn er Deine Visitenkarten in Druck geben soll, muss er dann doch auf einen Design-Profi zurückgreifen.

In meiner Agentur-Erfahrung habe ich es selbst in einer Agentur erlebt, wie es oft läuft: Kleine Agenturen mit bis zu zehn oder zwölf Leuten kommen durchaus ohne eigene Marketing-Abteilung aus. Die kommt meistens erst dann hinzu, wenn es mehr Mitarbeiter und Kunden werden, die nicht mehr alle von dem Über-Ober-Strategen, dem Chef – meistens auch ein Kommunikationdesigner – nicht mehr alleine schafft.

Und ohne jetzt meine jüngeren Kollegen dissen zu wollen: Aber Erfahrung lohnt sich in Sachen Beratung in jedem Fall, weil ein älterer Designer im besten Fall unendlich viel mehr Projekte umgesetzt hat und daher besser bzw. schneller weiß, was funktioniert und was nicht.

Wie ich es halte

Ich habe selbst Kommunikationsdesign studiert und war 18 Jahre lang in Werbeagenturen, die letzten fünf Jahre als Creative Director.

Im Lauf der Jahre habe ich für unterschiedliche Kunden und Anforderungen gearbeitet und mich dabei jedesmal neu auf den individuellen Fall eingestellt:

  • Was braucht derjenige wirklich?
  • Wie erreichen wir die Zielgruppe am geschicktesten?
  • Wir bekommen wir das am effizientesten hin?

Strategie beherrsche ich also nicht nur im »Funktioniert das?«-Sinne, sondern eben auch, dass wir mit Deinem Projekt zielführend in die Pötte kommen.

Denn gerade als frische Personal Brand bzw. als Gründer wirst Du höchstvermutlich nicht das Geld haben, Dir gleich für mehrere tausend Euro ein Branding-Paket gönnen zu können. Deswegen habe ich auch unterschiedliche Konzepte erstellt, dass jeder mit mir zusammenarbeiten kann – sei es in Form von Workshops, oder dass ich Design-affine Menschen als Mentorin coache bzw. berate.

Dabei gehen für mich persönlich Strategie, Beratung und der vorausschauende Blick auf eine zielführende, nachhaltige Lösung so eng Hand in Hand, dass ich selbst in meinem Vokabular gar nicht groß einen Unterschied zwischen Personal Branding und Personal Brand Design mache: Denn ich mache eben beides parallel für Dich.