Nach Personal Branding kräht heute jeder. Dann kommt hier noch das nächste Buzzword »ganzheitlich« dazu?! 🥱 Doch bitte bleib! Denn ich bin, ohne Scheiß, die Verrückte, die es echt ganz ganzheitlich macht – und auch nur so mag.
Hi, ich bin Miriam und holistische Brand Designerin.
Nach 18 Jahren in Werbeagenturen erzähle ich Menschen nix mehr vom Pferd,
sondern von dem wunderschönen Einhorn, das wirklich drin steckt!

In aller Kürze: Personal Branding mit Archetypen
Ein fähiger, guter Kommunikationsdesigner gestaltet immer von innen nach außen. Deswegen ist ein Brand Design per definitionem ganzheitlich: »Wie Innen, so außen!« Hier wird nichts von außen übergestülpt.
Zu einem Personal Brand Design gehören standardmäßig Elemente wie Definition von Farben und Schriften, Bildsprache (Fotos, Illustrationen), auch die Überlegung, mit welchen grafischen Formen und Emojis Du auftrittst. Ein Logo gehört nicht zwingend dazu – schon gar keine klassische Wortbildmarke!
Die perfekte Basis fürs Design ist der jeweilige Archetyp. Die Archetypen fürs Branding gehen übrigens nicht auf C.G. Jung zurück, wie gerne aus Marketinggründen behauptet wird. Ausformuliert hat sie Carol S. Pearson, die dann zusammen mit der Werbefachfrau Margaret Mark den Standardklassiker zu dem Thema schrieb.
Der Archetyp klärt nun, wie Dein Brand Design auszusehen hat. Darüber hinaus natürlich auch, wie Dein komplettes Personal Branding wirken soll: Der Charakter des Archetypen muss in jedem Komma stecken! Er ist die halbe Miete für das komplette Brand Paket – wenn nicht gar mehr.
Mich persönlich hat es überhaupt nicht eingegrenzt, mich auf einen Typen festzulegen. Und das, obwohl ich gerne tausend Sachen gleichzeitig mache!
Wie Design grundsätzlich arbeitet
Gutes Kommunikations- bzw. Grafikdesign, wozu auch Brand Design zählt, arbeitet generell immer von innen nach außen. Deswegen kann Brand Design schon gar nicht oberflächlich sein – denn es geht immerhin um Dich!
Wenn Dir das jetzt zu sehr nach Ego-Show klingt: Es geht um die Inhalte, die Du nach außen tragen willst.
Lass die Welt nicht länger warten – sie braucht Dich! Wir wissen doch: 2026 ist das Jahr der Sichtbarkeit und Wahrhaftigkeit. (Feuerpferd, here we go!) 🔥
Natürlich werden die Inhalte dann so visualisiert, dass sie auch für die potenzielle Zielgruppe attraktiv sind.
Die vier Aspekte, auf die ein Designer also immer achtet, sind:
- Inhalt – in dem Fall also Du, Dein Service, Dein Können …
- Zielgruppe: Kunde oder Klient, Leser, Publikum …)
- Qualität – das Produkt soll ja am Ende auch funktionieren! Und wertig aussehen.
Das alles findet im entsprechenden Umfeld statt: Eine Website für einen Heilpraktiker sieht nunmal einfach anders aus als für einen Versicherungsvertreter.

Inhalte eines holistischen Personal Brandings
Wenn Du Dich als Personenmarke aufstellen willst, gibt es eine Wagenladung Zeugs, an die Du denken musst, damit es eine individuelle, runde Sache wird.
In Punkto visuelle Kommunikation betrifft das:
- Design natürlich mit den Farben, Schriften …
- … und der sogenannten Bildsprache (welche Motive, welche Photographie, welche Farbbearbeitung )
- ggf. Illustrationen
- wiederkehrende graphische Elemente (Formen, Texturen)
- ggf. Maskottchen / Character Design
- Emojis oder andere Icons als Erkennungszeichen
Das Logo ist hier bewusst unerwähnt. Dazu an anderer Stelle mehr. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Du als Mensch kein verdammtes Logo brauchst. Denn du bist ein Mensch und keine Niveadose!
Wie entsteht nun aber am besten ein rundum stimmiges Design für Dich?
Natürlich bist zuallererst Du die Basis. Aber wie erklärst Du Dich am besten? Nimmst Du einfach Deine Lieblingfarben und -schriften, und das war’s?
Schön, wenn es so einfach wäre …

Die Basis: Dein Brand Archetyp
Eine perfekte Grundlage für Dein Personal Branding ist Dein Brand Archetyp.
Archetypen gehen grundsätzlich auf C. G. Jung zurück – den meiner Meinung nach größten Psychologen bzw. Psychiater dieser Welt. Sein Weltbild erscheint doch deutlich holistischer als das von einem Sigmund Freud. Jungs Herangehensweise ist stärker sinn- und entwicklungsorientiert.
Und genau das brauchen wir für Dich! ッ
Die Archetypen, die beim Branding gerne verwendet werden, haben aber nichts mit Carl Gustav zu tun: Sie gehen auf Margaret Mark und Carol Pearson zurück. Die zwei Damen haben die das Konzept der Typisierung auf die Markenwelt passend umgemodelt in ihrem gemeinsamen Werk »The Hero and the Outlaw: Building Extraordinary Brands Through the Power of Archetypes«.
Seitdem viele Leute versuchen, online a) berühmt und/oder reich zu werden oder b) ihre Birne doomscrollen, ist Personal Brand Archetyp zu einem blöden Buzzword verkommen. Das ist schade, denn der Inhalt ist so ein wertvoller!
Denn wenn Du erst einmal weißt, welcher der zwölf Typen am meisten Dir entspricht, ist das schon mehr als die halbe Miete für Dein Branding: Dann weißt du, mit welcher visuellen – und auch verbalen – Kommunikation Du am besten wirkst. Wie Du die richtigen Menschen anziehst. Ja: Wie Du ziehst.

Grenzt das nicht total ein?
»Miriam, so ein Archetyp grenzt doch total ein!«, entsetzt Du Dich jetzt vielleicht. Du scheißt lieber auf die magisch magnetisch Wirkung, als Dich auf einen Typen festzulegen!
I feel you – mir ging es anfangs ganz genau so!
Aber dann schickte mir eine liebe Freundin aus dem Nichts einen Onlinetest . (Der Test der coolen Socke Ashley Briana Eve ist mittlerweile leider nicht mehr kostenlos.)
Fünf Fragen, schnell durchgeklickt, sein Human Design Linienprofil muss man auch kennen. Kein Problem, weiß ich ja, 4/6. In weniger als zwei Minuten hatte ich mein Resultat – und kapierte erst mal gar nix: »Jester, hääääääh? Was ist das?« Ich leitete es mir aus dem Kontext ab und verzog mein Gesicht spöttisch, als ich kapierte, dass es sich wohl um den Narr handelte.
»Das soll ich sein?!«, dachte ich und grinste. »Was für ein Quatsch!« Ich bin doch total der Kopfmensch, eher introvertiert und niemand, der ständig dumme Witze reißt.
Doch je weiter ich las, umso mehr verging mir das Grinsen. Das stimmte einfach alles!
»You’re here to spark joy, break tension, and remind people life can be fun«. Herrje, das ist mein Lebensmotter-Muster, seitdem ich klitzeklein bin! »They turn hard truths into lighthearted lessons.« 😶
Auch wenn ich nicht permanent lustig bin – Humor und Leichtigkeit sind meine Strategie!
Als ich dann bei den visuellen Beispielen landete, konnte ich nicht anders, als laut zu lachen, dem Narr würdig, der ich wohl bin: Genau so ein Design hatte ich intuitiv wenige Tage vorher auf meiner Website umgesetzt!

Der Narr in Aktion
Absurde, surreale Collage ✔️
Ruckelige Frame-by-Frame-Animation (von Hand, nicht programmiert) ✔️
Ich hatte als ästhetisches Vorbild Terry Gilliam im Hinterkopf. Kennste nicht? Der gehört zu Monthy Python … ✔️
Schwarz-Weiß-Karo: Mehr Jester geht nicht. Denk nur an die klassischen Clowns oder auch an klassische Spielkarten mit dem Joker … ✔️
Neongelb? Zum Jester gehören Knallaballa Knallfarben ✔️
Faszinierend, oder – wie sich der Archetyp, kurz bevor er offiziell in mein Leben trat, bereits ankündigte.
Und Du …?
Weißt Du, welcher Archetyp Du bist?
Für einen ersten Überblick kannst du mal auf mein Pinterest schauen: Da pflege ich Boards zu allen Typen. Und weil ich das Thema natrürlich ganz ganzheitlich angehe, betrifft das nicht nur Grafikdesign – sondern auch Klamotten, Styling und Interior! 🙃

Dein Archetyp schränkt Dich nicht ein.
Er baut Dir Deine klarere Welt.
Zuerst erschienen auf Substack (22.3.26) und davor in ähnlicher Form am 13.3.26 auf meiner Atelier-Seite



